Pz.Kpfw.IV Ausf. H Nibelungenwerk Late Prod. 1943
MA35346
MINIART
1:35
- Maßstab 1:35
- Hochdetaillierter Bausatz
- bewegliche Ketten enthalten
- Alle Luken offen oder geschlossen darstellbar
- Inklusive Photoätzteile
- Inklusive transparente Teile
- Decals für drei Varianten
- nicht gebaut/nicht bemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
| MiniArt bietet eine ganze Reihe von Panzerkampfwagen IV, die Sie hier (sofern verfügbar) erstehen können: | |
| mit Inneneinrichtung: | ohne Inneneinrichtung: |
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Die im Nibelungenwerk in St. Valentin gefertigten Panzerkampfwagen IV der Ausführungen H und J gehörten zu den letzten und leistungsfähigsten Serienversionen dieses bewährten deutschen Kampfpanzers. Das Nibelungenwerk entwickelte sich ab 1944 zum wichtigsten Produktionsstandort des Panzer IV und fertigte nach der Umstellung anderer Werke schließlich nahezu allein die letzten Serienfahrzeuge. Insgesamt entstanden dort mehrere Tausend Panzer IV, womit das Werk mehr als die Hälfte aller gebauten Fahrzeuge dieses Typs produzierte.
Die Ausführung H ging im Frühjahr 1943 in Produktion und erhielt eine auf 80 mm verstärkte Frontpanzerung sowie serienmäßig angebrachte Schürzen an Wanne und Turm, die einen zusätzlichen Schutz gegen Panzerbüchsen und Hohlladungsgeschosse boten. Bewaffnet war sie mit der bewährten 7,5-cm-KwK 40 L/48, die zu den wirkungsvollsten deutschen Panzerkanonen des Krieges zählte. Für den Antrieb sorgte der flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-Ottomotor Maybach HL 120 TRM mit 300 PS, der den rund 25 Tonnen schweren Panzer auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 38 km/h beschleunigte. Im Verlauf der Produktion wurden zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen, darunter verstärkte Endantriebe, gegossene Laufwerksbauteile und die magnetische Schutzbeschichtung Zimmerit, deren Auftragung im September 1944 wieder eingestellt wurde.
Mit der Ausführung J erschien Anfang 1944 die letzte Serienversion des Panzer IV. Äußerlich unterschied sie sich zunächst nur wenig von der Ausführung H, war jedoch das Ergebnis zahlreicher Vereinfachungen, die eine schnellere und kostengünstigere Fertigung ermöglichen sollten. Die auffälligste Änderung war der Wegfall des elektrischen Turmschwenkwerks zugunsten eines rein handbetriebenen Richtantriebs. Der dadurch frei gewordene Platz konnte für einen zusätzlichen Kraftstofftank genutzt werden, wodurch sich die Reichweite erhöhte. Im weiteren Produktionsverlauf entfielen weitere Bauteile oder wurden vereinfacht ausgeführt, ohne die grundlegende Kampfkraft des Fahrzeugs wesentlich zu verändern. Bewaffnung, Motorisierung und Panzerung blieben weitgehend unverändert erhalten.
Panzerkampfwagen IV der Ausführungen H und J aus dem Nibelungenwerk kamen ab 1943 beziehungsweise 1944 an nahezu allen Fronten des Krieges zum Einsatz – von der Ostfront über Italien und die Normandie bis zu den letzten Kämpfen in Ungarn und auf deutschem Boden. Trotz ihres mittlerweile hohen Gewichts und der gegenüber modernen Gegnern begrenzten Weiterentwicklung bewährte sich die Konstruktion bis zum Kriegsende. Insbesondere die im Nibelungenwerk gefertigten Fahrzeuge stehen heute sinnbildlich für die späten Produktionsmaßnahmen der deutschen Rüstungsindustrie, die unter zunehmendem Materialmangel und alliierter Luftüberlegenheit versuchte, die Fertigung des Panzer IV bis in die letzten Kriegstage aufrechtzuerhalten.
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