Referenz-Foto CD "Wolf 2"
MBK-FCD236
Modellbau-König
Gesamtansichten und Details rund um das Fahrzeug herum.
- 56 Fotos im JPG Format (abspielbar in jedem handelsüblichen PC mit CD Laufwerk und vielen aktuellen DVD Playern)
Der Mercedes-Benz Wolf 2 ist der neue leichte, hochgeländegängige Mehrzweckwagen der Bundeswehr und tritt schrittweise die Nachfolge des seit Ende der 1980er-Jahre eingesetzten Wolf auf Basis der Baureihe 461 an. Grundlage ist die aktuelle militärische Mercedes-Benz G-Klasse Baureihe 464, die das klassische Konzept aus verwindungssteifem Leiterrahmen, Starrachsen, Geländeuntersetzung und hoher Bodenfreiheit mit einem wesentlich leistungsfähigeren Antriebsstrang verbindet. Der 3,0-Liter-Sechszylinder-Turbodiesel leistet 183 kW (249 PS) und entwickelt 600 Nm Drehmoment; die Kraftübertragung erfolgt über ein Automatikgetriebe. Speziell für den militärischen Betrieb verwendet die Bundeswehr eine Euro-3-Ausführung, die auch NATO-Kraftstoffe und Kraftstoff geringerer Qualität verarbeiten kann. Ein Emergency Override ermöglicht zudem, bestimmte Motorschutzfunktionen in kritischen Situationen vorübergehend zu übersteuern. Mit einer Länge von 4,85 Metern, einer Breite von 1,90 Metern und einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen kann der Wolf 2 bis zu 1,2 Tonnen Nutzlast beziehungsweise vier vollständig ausgerüstete Soldaten aufnehmen. Gegenüber seinem Vorgänger bietet er deutlich mehr Leistung, Bodenfreiheit und Nutzlast sowie ein überarbeitetes Fahrwerk; eine Selbstbergewinde, Unterbodenschutz, Schnorchel für eine Wattiefe von etwa 75 Zentimetern, militärische Tarn- und Infrarotbeleuchtung sowie die Luftverladbarkeit gehören ebenfalls zum Einsatzkonzept.
Die wichtigste Neuerung des Wolf 2 liegt jedoch in seiner konsequenten Auslegung als digitales Führungs- und Kommunikationsfahrzeug. Er ist das erste neu beschaffte Bundeswehrfahrzeug, bei dem die Vollausstattung des Programms D-LBO – Digitalisierung Landbasierte Operationen bereits bei der Konstruktion berücksichtigt wurde. Im Heck befindet sich hierfür ein standardisiertes Rack zur Aufnahme modularer Funk-, Rechner- und Führungssysteme; über die Software Tactical Core werden diese Komponenten zu einem gemeinsamen Informations- und Kommunikationsverbund zusammengeführt. Eingeführt wird der Wolf 2 hauptsächlich als Führungsfahrzeug sowie in einer weitgehend baugleichen Feldjägerversion, die unter anderem über eine entsprechende Sondersignalanlage verfügt. Anders als beim alten Wolf sind derzeit keine eigenen Sanitäts- oder Luftlandevarianten dieser Baureihe vorgesehen, da diese Aufgaben künftig von anderen Plattformen übernommen werden. Nach fünf 2024 ausgelieferten Vorserienfahrzeugen begann Ende 2025 die Serienauslieferung, seit 2026 läuft der Zulauf zur Truppe. Der Rahmenvertrag umfasst bis zu 5.800 Fahrzeuge bis 2032; nach zunächst 1.500 bestellten Wolf 2 wurde Ende 2025 die Beschaffung weiterer 1.744 Fahrzeuge freigegeben. Damit soll der Wolf 2 nicht nur den klassischen Geländewagen der Bundeswehr ablösen, sondern zugleich zu einem der querschnittlichen Trägerfahrzeuge ihrer digitalisierten Landstreitkräfte werden.
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