Duke Hawkins: Lockheed S-3 Viking
DH-044
H.M.H.
- in englischer Sprache
- 148 Seiten
- Größe: 240 mm x 240 mm
- hochwertiges Papier
Die Entwicklung begann Ende der 1960er-Jahre als Ersatz für die Grumman S-2 Tracker. Der erste Prototyp YS-3A flog am 21. Januar 1972. Die Serienversion S-3A Viking wurde ab 1974 bei der US Navy eingeführt.
Charakteristisch waren die beiden unter den Tragflächen angeordneten General Electric TF34-GE-2 Turbofan-Triebwerke. Diese ursprünglich für die A-10 Thunderbolt II entwickelte Triebwerksfamilie ermöglichte der S-3 eine für ein trägergestütztes U-Boot-Jagdflugzeug vergleichsweise hohe Reichweite und gute Wirtschaftlichkeit. Die Besatzung bestand aus vier Personen: Pilot, Copilot sowie zwei Besatzungsmitgliedern für die taktischen und U-Boot-Abwehrsysteme.
Für die U-Boot-Jagd verfügte die S-3 über eine umfangreiche Sensor- und Kommunikationsausstattung. Dazu gehörten unter anderem ein Magnetanomaliedetektor (MAD) im ausfahrbaren Heckausleger, ein leistungsfähiges Radar sowie Einrichtungen zum Einsatz von Sonobojen. Im hinteren Rumpf befand sich ein großer interner Waffenschacht für Torpedos, Wasserbomben und andere Waffen. Zusätzlich konnten Außenlasten unter den Tragflächen mitgeführt werden.
Eine wichtige Rolle spielte die Viking während des Kalten Krieges, insbesondere bei der Überwachung sowjetischer U-Boote. Sie operierte von amerikanischen Flugzeugträgern aus und bildete zusammen mit trägergestützten Hubschraubern und anderen Seeüberwachungssystemen einen wesentlichen Bestandteil der U-Boot-Abwehr.
Im Laufe ihrer Dienstzeit wurde die S-3 mehrfach modernisiert. Die S-3B erhielt unter anderem verbesserte Sensoren und Avionik sowie die Möglichkeit, modernere Waffen einzusetzen. Nach dem Ende des Kalten Krieges verlor die klassische U-Boot-Jagdmission zunehmend an Bedeutung. Viele S-3B wurden deshalb für Seeüberwachung, elektronische Aufklärung und Luftbetankung eingesetzt.
Besonders interessant ist die Variante ES-3A Shadow, die aus der S-3B entwickelt wurde und speziell für die elektronische Aufklärung (ELINT) ausgerüstet war. Daneben wurden S-3 auch als US-3A für Transportaufgaben eingesetzt.
Die US Navy beendete den regulären Einsatz der S-3 Viking schließlich 2009. Einige Maschinen wurden jedoch noch danach für Test- und Forschungsaufgaben verwendet.
Technische Daten – S-3B Viking
- Besatzung: 4 Mann
- Antrieb: 2 × General Electric TF34-GE-2 Turbofan
- Schub: jeweils ca. 41 kN
- Höchstgeschwindigkeit: etwa 830 km/h
- Reisegeschwindigkeit: etwa 670 km/h
- Spannweite: 20,93 m
- Länge: 16,26 m
- Höhe: 6,93 m
- max. Startmasse: etwa 23,8 t
- Bewaffnung: Torpedos, Wasserbomben, Minen und verschiedene Lenk- bzw. ungelenkte Waffen
- Besonderheit: vollständig für den Trägerbetrieb ausgelegt, einschließlich klappbarer Tragflächen und Fanghaken
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