Duke Hawkins: Dassault Rafale
DH-045
H.M.H.
- in englischer Sprache
- 196 Seiten
- Größe: 240 mm x 240 mm
- hochwertiges Papier
Die Entwicklung begann in den 1980er-Jahren. Nach dem Abbruch der gemeinsamen europäischen Entwicklung des Eurofighter-Vorläuferprogramms European Combat Aircraft entwickelte Dassault die Rafale eigenständig weiter. Der erste Prototyp Rafale A absolvierte seinen Erstflug am 4. Juli 1986. Die Serienmaschinen werden in zwei grundlegenden Konfigurationen gebaut: die einsitzige Rafale C für die Luftwaffe, die zweisitzige Rafale B sowie die trägergestützte Rafale M für die französische Marine.
Charakteristisch ist die aerodynamische Auslegung als Deltaflügler mit Canards. Die Kombination aus Deltaflügeln und beweglichen Canards ermöglicht eine hohe Wendigkeit und gute Flugleistungen über einen großen Geschwindigkeitsbereich. Die Rafale besitzt eine ausgeprägte Fly-by-Wire-Flugsteuerung, die den Piloten bei der Kontrolle des aerodynamisch instabil ausgelegten Flugzeugs unterstützt.
Als Antrieb dienen zwei Snecma M88-2-Turbofantriebwerke. Jedes Triebwerk entwickelt mit Nachbrenner rund 75 kN Schub. Dadurch erreicht die Rafale eine Höchstgeschwindigkeit von etwa Mach 1,8. Die Maschine besitzt zudem eine hohe Reichweite und kann durch Luftbetankung ihre Einsatzdauer erheblich verlängern.
Ein wesentliches Merkmal der Rafale ist ihre umfangreiche Sensor- und Avionikausstattung. Dazu gehören das Thales RBE2-AESA-Radar bei den modernisierten Maschinen, das elektrooptische OSF-System (Optronique Secteur Frontal) sowie das integrierte elektronische Schutz- und Gegenmaßnahmensystem SPECTRA. Die Vernetzung dieser Systeme ermöglicht es der Rafale, Ziele zu erkennen, zu verfolgen und zu bekämpfen, während gleichzeitig Informationen aus verschiedenen Sensorquellen zusammengeführt werden.
Die Bewaffnung wird an insgesamt 14 Außenlaststationen bei der Rafale C/B beziehungsweise 13 bei der Rafale M mitgeführt. Zur festen Bordbewaffnung gehört eine 30-mm-GIAT-30/M791-Maschinenkanone. Je nach Einsatz können unter anderem MICA-Luft-Luft-Flugkörper, Meteor-Langstrecken-Luft-Luft-Flugkörper, SCALP-EG-Marschflugkörper, AASM Hammer-Präzisionsbomben und lasergelenkte Bomben eingesetzt werden. Die französische Rafale kann außerdem die luftgestützte nukleare Abschreckungswaffe ASMP-A tragen.
Die wichtigsten Varianten
- Rafale A: Technologiedemonstrator und Prototyp; noch nicht für den Serienbetrieb vorgesehen.
- Rafale B: zweisitzige Version der französischen Luftwaffe, unter anderem für Ausbildung und Einsatzmissionen.
- Rafale C: einsitzige Version für die französische Luftwaffe.
- Rafale M: speziell für den Trägerbetrieb ausgelegte einsitzige Variante der französischen Marine. Sie verfügt unter anderem über ein verstärktes Fahrwerk und eine verstärkte Zelle sowie einen Fanghaken.
Technische Daten – Rafale C
- Besatzung: 1
- Antrieb: 2 × Snecma M88-2
- Schub mit Nachbrenner: je ca. 75 kN
- Höchstgeschwindigkeit: etwa Mach 1,8
- Länge: ca. 15,3 m
- Spannweite: ca. 10,9 m
- Höhe: ca. 5,3 m
- max. Startmasse: etwa 24,5 t
- Bewaffnung: bis zu ca. 9,5 t Außenlasten
- Bordkanone: 30 mm GIAT 30/M791
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