Referenz-Foto CD "Leopard 1 Fahrschule"
MBK-FCD243
Modellbau-König
Gesamtansichten und Details rund um das Fahrzeug herum.
- 46 Fotos im JPG Format (abspielbar in jedem handelsüblichen PC mit CD Laufwerk und vielen aktuellen DVD Playern)
Der Fahrschulpanzer Leopard 1 wurde speziell für die praktische Ausbildung von Panzerfahrern entwickelt und basiert vollständig auf dem Fahrgestell und Antriebsstrang des Kampfpanzer Leopard 1. Zwischen 1978 und 1979 beschaffte die Bundeswehr insgesamt 60 Fahrzeuge dieser Ausführung. Anstelle des normalen Kampfturms trägt der Fahrschulpanzer eine von MaK entwickelte, rundum verglaste Fahrschulkabine, die auf den Turmdrehkranz der Wanne aufgesetzt wird. Um Masseverteilung und Fahrverhalten des Kampfpanzers möglichst realistisch nachzubilden, wiegt die Kabine mit integriertem Ballast etwa 8,3 Tonnen und verfügt zusätzlich über eine nach vorn ragende Attrappe der 105-mm-Bordkanone. Die Fahrschulkabine ist grundsätzlich gegen einen regulären Leopard-1-Turm austauschbar; das Fahrzeug bleibt technisch somit weitgehend ein vollwertiges Leopard-1-Fahrgestell.
Der Fahrschüler sitzt auf dem regulären Fahrerplatz in der Wanne, während der Fahrlehrer erhöht in der Mitte der Kabine untergebracht ist und durch die großflächige Verglasung eine wesentlich bessere Rundumsicht besitzt. Ihm stehen zusätzliche Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten zur Verfügung, mit denen er bei Fehlbedienungen unmittelbar in die Fahrzeugführung eingreifen kann. Zwei weitere Fahrschüler finden hinter beziehungsweise seitlich des Fahrlehrers Platz und können die Ausbildung während der Fahrt beobachten. Antrieb, Getriebe und Laufwerk entsprechen grundsätzlich dem Leopard 1: Der MTU MB 838 CaM 500 Zehnzylinder-Mehrstoffmotor leistet 610 kW (830 PS) und arbeitet mit dem ZF-Planetengetriebe 4 HP 250 zusammen; dadurch bleiben Beschleunigung, Lenkverhalten und Geländeeigenschaften weitgehend mit denen des Kampfpanzers vergleichbar. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 65 km/h.
Der Fahrschulpanzer diente damit nicht der Gefechtsausbildung, sondern ausschließlich dazu, angehende Fahrer unter realistischen Bedingungen an das Verhalten eines rund 40 Tonnen schweren Kettenfahrzeugs auf Straße und im Gelände heranzuführen. Auch nach der Außerdienststellung des Leopard 1 als Kampfpanzer bei der Bundeswehr im Jahr 2003 blieben Fahrschulfahrzeuge für Ausbildungszwecke verfügbar; 2023 setzte die Bundeswehr solche Fahrzeuge beispielsweise erneut bei der Ausbildung ukrainischer Leopard-1A5-Besatzungen ein.
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