- Maßstab 1:35
- Maße LxB (gebaut): 223,2 x 74,3 mm
- 400+ Teile
- Fotoätzteile enthalten
- ungebaut, unbemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
| Trumpeter hat mehrere Mercedes L4500 im Programm, bzw. wird sie noch in Zukunft auf den Markt bringen. Sofern bereits verfügbar, können Sie diese hier erstehen: |
Der Mercedes-Benz L4500A mit 3,7 cm Flak 37 war eine mobile Flugabwehrplattform der deutschen Wehrmacht, die ab 1943 zum Schutz motorisierter Verbände gegen alliierte Tiefflieger eingesetzt wurde. Grundlage war der schwere geländegängige Lastkraftwagen Mercedes-Benz L4500A, dessen hohe Nutzlast und robuster Allradantrieb den Einbau der leistungsstärkeren 3,7 cm Flak 37 ermöglichten. Diese Fahrzeuge gehörten zur Familie der sogenannten Flakwagen und wurden sowohl auf Fahrgestellen von Mercedes-Benz als auch von Büssing-NAG aufgebaut. Die offizielle Bezeichnung lautete Schwerer geländegängiger Lastkraftwagen 4,5 t Mercedes-Benz L4500A als Flakwagen für 3,7 cm Flak 37 (Kfz. 410). Im Gegensatz zu improvisierten Feldumbauten handelte es sich hierbei um werksseitig vorbereitete oder standardisierte Umbauten mit gepanzerter Fahrerkabine und speziell angepasster Geschützplattform. Dennoch blieb die Gesamtstückzahl vergleichsweise gering.
Als Fahrgestell diente der Mercedes-Benz L4500A, ein schwerer Lastkraftwagen mit Allradantrieb, einer Nutzlast von 4,5 Tonnen und einem wassergekühlten Sechszylinder-Dieselmotor OM 67/4 mit 112 PS (82 kW). Über ein Fünfganggetriebe mit Geländeuntersetzung erreichte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 65 km/h und bot auch auf unbefestigten Straßen eine gute Geländegängigkeit. Viele Flakwagen erhielten eine gepanzerte Fahrerkabine mit etwa 10 bis 14 mm starken Panzerplatten, die Fahrer und Beifahrer gegen Infanteriefeuer und Granatsplitter schützen sollten. Hinter der Kabine befand sich eine verstärkte Feuerplattform mit klappbaren Bordwänden und ausfahrbaren Stützarmen, welche die beim Schießen entstehenden Rückstoßkräfte sicher in den Boden ableiteten und die Standfestigkeit des Fahrzeugs erhöhten.
Die Hauptbewaffnung bildete die 3,7 cm Flak 37, eine Weiterentwicklung der 3,7 cm Flak 36, die sich vor allem durch ein verbessertes Zielvisier unterschied. Die von Rheinmetall-Borsig entwickelte Waffe verschoss 37-mm-Spreng- und Panzergranaten mit einer Mündungsgeschwindigkeit von rund 820 m/s. Die theoretische Feuergeschwindigkeit lag bei bis zu 160 Schuss pro Minute, während unter Gefechtsbedingungen etwa 80 Schuss pro Minute erreicht wurden. Der Höhenrichtbereich von –8° bis +85° sowie der volle Seitenrichtbereich von 360° ermöglichten sowohl den Einsatz gegen Tiefflieger als auch gegen leicht gepanzerte Bodenziele. Gegen gepanzerte Fahrzeuge konnte Spezialmunition auf kurze Entfernungen Panzerungen von bis zu 36 mm durchschlagen.
Die Bedienmannschaft bestand in der Regel aus sechs bis sieben Soldaten. Neben dem Richtschützen und den Ladeschützen gehörten Munitionsversorger und Fahrer zur Besatzung. Zusätzliche Munitionskästen waren unter der Geschützplattform und auf der Ladefläche untergebracht, um die Versorgung mit den acht Patronen fassenden Ladestreifen sicherzustellen. Wie andere deutsche Flakfahrzeuge wurde der L4500A nicht nur zur Luftverteidigung eingesetzt, sondern häufig auch zur Feuerunterstützung gegen Infanterie, leicht befestigte Stellungen oder ungepanzerte Fahrzeuge. Besonders an der Ostfront sowie während der Kämpfe in Frankreich und Deutschland bewährte sich die hohe Feuerkraft der 3,7-cm-Flak gegen die zunehmenden Angriffe alliierter Jagdbomber.
Der Mercedes-Benz L4500A mit 3,7 cm Flak 37 vereinte die Mobilität eines schweren geländegängigen Lastkraftwagens mit der größeren Reichweite und Durchschlagskraft der 3,7-cm-Flak. Gegenüber den mit 2 cm Flakvierling 38 ausgerüsteten Fahrzeugen bot er eine deutlich höhere Wirkung pro Treffer und eine größere effektive Schussentfernung, musste dafür jedoch eine geringere Feuergeschwindigkeit in Kauf nehmen. Als mobile Flugabwehr erwies sich der Flakwagen als wirkungsvolles Begleitfahrzeug für Panzer- und Versorgungseinheiten und zählt heute zu den bekanntesten schweren deutschen Flakfahrzeugen des Zweiten Weltkriegs.
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