WWII British Petroleum Cans&Jerry Cans (Combo Set)
35GM0161
Gecko Models
1:35
- Maßstab 1:35
- je Kanisterart 4x 5-er Sets
- ungebaut, unbemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Die britischen 2 & 4 Gallonen-Kraftstoffkanister, bekannt als „Flimsies“, wurden im Zweiten Weltkrieg in großer Zahl eingesetzt, insbesondere in den Wüstenfeldzügen Nordafrikas. Sie bestanden aus dünnem Blech und fassten etwa 9, bzw. 18 Liter Treibstoff. Aufgrund ihrer einfachen und schnellen Herstellbarkeit konnten sie massenhaft produziert werden, was angesichts der enormen logistischen Anforderungen von Vorteil war.
Technisch waren Flimsies jedoch problematisch: Die dünnwandige Konstruktion machte sie anfällig für Lecks, Beschädigungen und Verdunstungsverluste. Zudem konnten sie durch unsaubere Verarbeitung oder schlechte Versiegelung undicht werden, was nicht nur Treibstoffverluste verursachte, sondern auch ein Sicherheitsrisiko darstellte. Historisch führten diese Schwächen dazu, dass ein erheblicher Teil des transportierten Kraftstoffs verloren ging, was die Versorgung insbesondere der britischen Truppen in abgelegenen Einsatzgebieten erschwerte.
Im Vergleich dazu erwiesen sich robustere Konstruktionen wie der deutsche Wehrmacht-Einheitskanister als deutlich zuverlässiger. Diese Erfahrung beeinflusste später die Entwicklung standardisierter, stabilerer Kraftstoffkanister, die nach dem Krieg international übernommen wurden.
Der British Type 1942 5 gal Jerry Can war ein standardisierter britischer Kraftstoffkanister des Zweiten Weltkriegs mit einem Fassungsvermögen von etwa 5 Imperial Gallonen (≈ 22,7 Liter). Er entstand als Reaktion auf die Überlegenheit des deutschen Wehrmacht-Einheitskanister, dessen Konstruktion von den Alliierten übernommen und weiterentwickelt wurde. Der britische Typ von 1942 bestand aus gepresstem Stahlblech, das in zwei Hälften gefertigt und anschließend verschweißt wurde, was hohe Stabilität bei vergleichsweise geringem Gewicht ermöglichte. Charakteristisch waren die drei parallelen Tragegriffe, die ein einfaches Handling durch eine oder mehrere Personen erlaubten, sowie das innenliegende Verstärkungsprofil in Kreuzform, das dem Kanister zusätzliche Festigkeit verlieh und das Schwappen des Inhalts reduzierte.
Technisch verfügte der Kanister über einen dicht schließenden Klemmverschluss mit Hebelmechanismus und integrierter Dichtung, wodurch ein Auslaufen selbst bei rauen Einsatzbedingungen verhindert wurde. Zudem war er so konstruiert, dass er stapelbar war und sich beim Transport platzsparend lagern ließ. Die robuste Bauweise machte ihn widerstandsfähig gegenüber Stößen und Temperaturschwankungen, was insbesondere in Einsatzgebieten wie Nordafrika von großer Bedeutung war.
Historisch wurde der Kanister ab 1942 in großen Stückzahlen produziert und ersetzte ältere, weniger zuverlässige Behälter. Er spielte eine entscheidende Rolle in der militärischen Logistik, da er den sicheren und effizienten Transport von Treibstoff und anderen Flüssigkeiten ermöglichte. Durch seine Zweckmäßigkeit setzte sich dieses Design international durch und bildet bis heute die Grundlage moderner Kraftstoffkanister.
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