Referenz-Foto CD "Marder 1 A3 VB"
MBK-FCD196
Modellbau-König
Gesamtansichten und Details aus allen Bereichen des Fahrzeugs
- 37 Fotos im JPG Format (abspielbar in jedem handelsüblichen PC mit CD Laufwerk und vielen aktuellen DVD Playern)
Der Schützenpanzer Marder 1A3 als Vorgeschobener Beobachter (VB) stellt eine besondere Variante des bekannten Schützenpanzers Marder dar, die bei den Artillerietruppen der Bundeswehr zur Feuerleitung und Zielaufklärung eingesetzt wurde. Während der Marder ursprünglich als gepanzertes Kampffahrzeug für die Panzergrenadiertruppe entwickelt wurde, bot seine robuste Konstruktion, hohe Beweglichkeit und gute Geländegängigkeit auch eine geeignete Plattform für Beobachtungs- und Führungsaufgaben im Gefechtsfeld.
Die Entwicklung des Marder begann in den 1960er Jahren, als die Bundeswehr einen modernen Schützenpanzer für die mechanisierten Kräfte benötigte. Nach seiner Einführung Anfang der 1970er Jahre wurde das Fahrzeug kontinuierlich weiterentwickelt. Die Ausführung Marder 1A3 entstand ab Ende der 1980er Jahre als umfangreiche Kampfwertsteigerung. Wesentliche Merkmale waren ein deutlich verbesserter Panzerschutz gegen moderne Bedrohungen sowie zahlreiche Detailverbesserungen an Aufbau und Innenausstattung.
Für den Einsatz als Vorgeschobener Beobachter erhielt der Marder zusätzliche Kommunikations- und Führungsmittel, die es der Besatzung ermöglichten, Artilleriefeuer zu koordinieren und Ziele für die Feuerunterstützung aufzuklären. Die Aufgabe des VB bestand darin, in enger Zusammenarbeit mit den kämpfenden Truppen möglichst weit vorne im Gefechtsraum eingesetzt zu werden, um feindliche Kräfte zu beobachten, Zielkoordinaten zu ermitteln und Artilleriewirkung zu überwachen. Die geschützte Plattform des Marder erlaubte dabei den Einsatz auch in Bereichen, in denen ungepanzerte Beobachtungsfahrzeuge zu verwundbar gewesen wären.
Angetrieben wird der Marder 1A3 von einem MTU-Sechszylinder-Dieselmotor mit 600 PS Leistung. Trotz eines Gefechtsgewichts von rund 33 Tonnen erreicht das Fahrzeug Geschwindigkeiten von bis zu 65 km/h. Das Laufwerk mit sechs Laufrollen pro Seite und Drehstabfederung sorgt für eine hohe Geländegängigkeit und ermöglicht es dem Fahrzeug, den Kampftruppen auch in schwierigem Gelände zu folgen.
Äußerlich unterscheidet sich die VB-Ausführung oft nur in Details von regulären Schützenpanzern. Zusätzliche Antennenanlagen, spezielle Funkausstattung sowie Einrichtungen für Beobachtungs- und Feuerleitaufgaben sind charakteristische Merkmale dieser Variante. Die ursprüngliche 20-mm-Bordmaschinenkanone Rh 202 blieb in der Regel erhalten, wodurch das Fahrzeug weiterhin über eine wirksame Selbstverteidigungsfähigkeit verfügte.
Über viele Jahre bildete der Marder 1A3 VB einen wichtigen Bestandteil der Artillerieaufklärung und Feuerleitung der Bundeswehr. Erst mit der Einführung moderner Führungs- und Beobachtungsfahrzeuge auf Basis anderer Plattformen wurde seine Rolle schrittweise abgelöst. Dennoch stellt diese Variante ein interessantes Beispiel für die Vielseitigkeit des Marder-Systems dar, das weit über seine ursprüngliche Funktion als Schützenpanzer hinaus genutzt wurde.
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