US Rangers Landing Craft Assault (LCA)
35GM0090
Gecko Models
1:35
- Maßstab 1:35
- Raketenwerfer für Greifhaken
- Fotoätzteile und Naßschiebebilder inklusive
- Faden für Rampenseile etc.
- Figuren nicht enthalten
- ungebaut, unbemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Das LCA war rund 12,9 Meter lang, 3,1 Meter breit und verdrängte beladen etwa 13 Tonnen. Angetrieben wurde es von zwei Ford-V8-Benzinmotoren mit jeweils rund 65 PS, die über zwei Schrauben eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 7 Knoten (13 km/h) ermöglichten. Die Besatzung bestand in der Regel aus vier Seeleuten - Steuermann, Maschinisten und Bugschützen - während bis zu 36 voll ausgerüstete Soldaten transportiert werden konnten. Der geringe Tiefgang von weniger als einem Meter erlaubte es, sehr nah an den Strand oder - wie am Pointe du Hoc - direkt an die Felsen heranzufahren.
Charakteristisch für das LCA war seine robuste Bauweise. Der Rumpf bestand aus Holz mit einer leichten Panzerung aus gehärtetem Stahl im Bereich von Steuerstand und Truppenraum. Dadurch bot das Boot einen besseren Schutz gegen Maschinengewehrfeuer als viele andere Landungsfahrzeuge. Im Bug befand sich eine breite, absenkbare Landungsrampe, über die die Soldaten das Boot innerhalb weniger Sekunden verlassen konnten. Für die Rangers spielte dies allerdings nur eine untergeordnete Rolle, da sie unmittelbar nach dem Anlanden spezielle Raketen mit Seilen und Sturmleitern sowie ausfahrbare Feuerwehrleitern nutzten, um die Steilklippen zu erklimmen.
Während des Anmarsches herrschte starker Seegang, wodurch viele LCA verspätet eintrafen oder von der geplanten Landungsstelle abgetrieben wurden. Zudem erschwerten deutscher Beschuss, Rauch und Gischt die Navigation erheblich. Dennoch gelang es den Booten, den Großteil der Ranger an den Fuß der Klippen zu bringen. Die LCA mussten dabei äußerst präzise manövrieren, da sie nur wenige Meter vor den Felsen stoppen konnten. Nach dem Absetzen der Soldaten zogen sie sich sofort wieder zurück, um weiteren Beschuss zu entgehen und gegebenenfalls Nachschub oder Verstärkungen aufzunehmen.
Der Einsatz der LCA am Pointe du Hoc zeigte die Stärken dieses Landungsboots besonders deutlich: seine geringe Silhouette, der flache Tiefgang, die vergleichsweise gute Panzerung und die Fähigkeit, auch unter schwerem Feindfeuer Infanterie punktgenau an schwer zugänglichen Küstenabschnitten abzusetzen. Damit leistete das britische LCA einen entscheidenden Beitrag zum erfolgreichen Angriff der U.S. Rangers auf die deutsche Geschützstellung am Pointe du Hoc – einer der spektakulärsten Spezialoperationen des D-Day.
Schreiben Sie jetzt Ihre persönliche Erfahrung mit diesem Artikel und helfen Sie anderen bei deren Kaufentscheidung.
