Grumman F6F Hellcat 1:700
TRU03406
TRUMPETER
1:700
- Maßstab 1:700
- 18 Flugzeuge
- Maße (gebaut): Länge 14,4 mm / Flügelspannweite 18,7 mm
- 90 Teile
- nicht gebaut, nicht bemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Die Hellcat war ein Ganzmetall-Eindecker mit einziehbarem Fahrwerk und einem großen, luftgekühlten Sternmotor. Die frühe F6F-3 wurde von einem Pratt & Whitney R-2800-10 Double Wasp mit etwa 2.000 PS angetrieben. Damit erreichte sie ungefähr 605 km/h. Die spätere F6F-5 erhielt einen weiterentwickelten R-2800-10W und erreichte vergleichbare, teilweise etwas höhere Leistungen.
Die Standardbewaffnung bestand aus sechs 12,7-mm-Browning-M2-Maschinengewehren, jeweils drei in jeder Tragfläche. Die F6F-5 konnte alternativ mit zwei 20-mm-Kanonen und vier 12,7-mm-Maschinengewehren ausgerüstet werden. Zusätzlich konnten unter den Tragflächen Bomben und ungelenkte Raketen mitgeführt werden. Damit war die Hellcat nicht nur ein Jagdflugzeug, sondern auch ein leistungsfähiger Jagdbomber.
Eine besondere Stärke der F6F war ihre Robustheit. Pilot und wichtige Komponenten waren durch Panzerung geschützt, während selbstabdichtende Kraftstofftanks die Überlebensfähigkeit erhöhten. Die Hellcat konnte erhebliche Gefechtsschäden verkraften und trotzdem zum Träger zurückkehren. Gleichzeitig war sie für Trägerpiloten vergleichsweise leicht zu fliegen und verfügte über gute Start- und Landeeigenschaften.
Ab 1943 nahm die Hellcat zunehmend die Rolle des wichtigsten amerikanischen Trägerjägers ein. Besonders während der Schlacht in der Philippinischen See im Juni 1944 bewährte sie sich eindrucksvoll. Beim sogenannten „Great Marianas Turkey Shoot“ schossen amerikanische Trägerflugzeuge eine große Zahl japanischer Maschinen ab; die Hellcat stellte dabei einen wesentlichen Teil der amerikanischen Jagdkräfte.
Auch bei den Kämpfen um Guadalcanal, die Marshallinseln, die Marianen, die Philippinen und Okinawa kam die F6F in großem Umfang zum Einsatz. Ihre hohe Stückzahl und ihre gute Einsatzbereitschaft ermöglichten es der US Navy, zunehmend die Luftherrschaft über dem Pazifik zu erlangen.
Von den verschiedenen Varianten wurden insbesondere die F6F-3 und F6F-5 in großen Stückzahlen produziert. Insgesamt entstanden mehr als 12.000 Hellcats. Das Verhältnis von ungefähr 19:1 bei den von US-Navy- und Marine-Corps-Hellcats erzielten Luftsiegen gegenüber eigenen Luftkampfverlusten macht die F6F zu einem der erfolgreichsten Jagdflugzeuge der Luftfahrtgeschichte.
Die Grumman F6F Hellcat war dabei weniger auf außergewöhnliche Wendigkeit als auf Feuerkraft, Geschwindigkeit, Widerstandsfähigkeit und einfache Bedienung ausgelegt. Zusammen mit der F4U Corsair bildete sie das Rückgrat der amerikanischen trägergestützten Jagdfliegerkräfte in der zweiten Hälfte des Pazifikkrieges.
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