Referenz-Foto CD "Wiesel 2 Mörser Prototyp"
MBK-FCD194
Modellbau-König
Gesamtansichten und Details aus allen Bereichen des Fahrzeugs
- 76 Fotos im JPG Format (abspielbar in jedem handelsüblichen PC mit CD Laufwerk und vielen aktuellen DVD Playern)
Der Wiesel 2 Leichte Panzermörser 120 mm (lePzMrs) wurde als luftbewegliche Feuerunterstützungskomponente für die Fallschirmjäger und spezialisierten Kräfte der Bundeswehr entwickelt. Erste Erprobungsträger entstanden bereits Ende der 1990er-Jahre; 2002 beauftragte das damalige Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung Rheinmetall mit zwei weiterentwickelten Wiesel-2-Mörserfahrzeugen, die ab 2004 umfangreichen Truppen- und Klimatests unterzogen wurden. Diese Prototypen basierten noch auf dem regulären Wiesel-2-Fahrgestell mit vier Laufrollen je Seite und behielten dessen kompakten, luftverladbaren Aufbau bei. Angetrieben wurden sie vom 1,9-Liter-Vierzylinder-TDI mit 81 kW (110 PS); die Höchstgeschwindigkeit lag bei rund 70 km/h. Trotz des erheblichen Gewichts der Waffenanlage blieb das Fahrzeug für den Lufttransport mit dem CH-53 ausgelegt.
Kernstück des Systems ist ein rücklaufgelagerter 120-mm-Vorderladermörser, der vollständig unter ballistischem und ABC-Schutz bedient und nachgeladen werden kann. Automatische Positions-, Richtungs- und Höhenbestimmung sowie eine selbsttätige Korrektur der Waffenstellung nach jedem Schuss ermöglichten eine sehr kurze Reaktionszeit. Das Fahrzeug konnte nach dem Halt innerhalb von weniger als 60 Sekunden feuerbereit sein und einen Feuerstoß von drei Schuss in etwa 20 Sekunden abgeben; mit der neu entwickelten 120-mm-Munition war eine Reichweite von bis zu rund 8.000 Metern vorgesehen. Damit war der lePzMrs konsequent für eine schnelle Hide–Hit–Run–Hide-Taktik ausgelegt: Stellung beziehen, kurzen Feuerüberfall durchführen und unmittelbar danach erneut verlegen.
Die Prototypen unterschieden sich dabei deutlich vom später vorgesehenen Serienstand. Wegen des gestiegenen Fahrzeuggewichts sollte die Serienausführung eine nochmals verlängerte Wanne mit fünf Laufrollen je Seite erhalten; ein eigener Versuchsträger VT02 diente zum Nachweis dieser Fahrwerkskonfiguration bis zu einem Gesamtgewicht von rund 4,78 Tonnen. Die bekannten frühen Mörserprototypen blieben dagegen vierlaufrollig und sind daran gut zu erkennen. 2009 bestellte die Bundeswehr zwar acht Waffenträger für ein umfassenderes Mörserkampfsystem, doch die weitere Beschaffung wurde im Zuge der Neuausrichtung der Streitkräfte nicht wie ursprünglich vorgesehen fortgeführt. Öffentlich eindeutig dokumentiert sind heute vor allem die vierlaufrolligen Entwicklungs- und Erprobungsfahrzeuge, die das technische Konzept des Wiesel-2-Panzermörsers prägten.
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