Yokosuka MXY7 Ohka
FM-FC06
Fine Molds
1:48
- Maßstab 1:48
- ca. 70 Teile
- Enthält den 1.200 kg schweren, halbpanzerbrechenden Bugsprengkopf
- Enthält einen speziellen Transportwagen
- 5 Markierungsoptionen
- ungebaut, unbemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Die bekannteste Ausführung, die MXY7 Modell 11, besaß drei Feststoffraketen im Heck, die ihr im Endanflug eine Geschwindigkeit von weit über 900 km/h ermöglichten. Das Fluggerät wurde nicht selbstständig gestartet, sondern unter dem Rumpf eines speziell umgebauten Bombers des Typs Mitsubishi G4M transportiert und in der Nähe des Ziels ausgeklinkt. Nach einer Gleitphase zündete der Pilot die Raketenmotoren und steuerte die Ohka in einem unaufhaltsamen Sturzflug auf das Ziel. Im Bug befand sich ein rund 1.200 Kilogramm schwerer Sprengkopf, der die gesamte Flugzelle zu einer fliegenden Bombe machte.
Obwohl die Ohka im Endanflug aufgrund ihrer enormen Geschwindigkeit kaum noch abzufangen war, erwies sich das Gesamtkonzept als wenig erfolgreich. Die trägen und nur schwach bewaffneten Trägerflugzeuge mussten sich den alliierten Flottenverbänden weit genug nähern, um die Ohka ausklinken zu können, und wurden häufig bereits vorher von Jagdflugzeugen abgefangen. Dadurch gingen zahlreiche Missionen verloren, bevor die Sonderangriffswaffe überhaupt eingesetzt werden konnte. Nur wenige Angriffe erreichten ihr Ziel, verursachten dort jedoch teilweise erhebliche Schäden.
Die Ohka steht heute als Symbol für die verzweifelte militärische Lage Japans in den letzten Kriegsmonaten. Sie verdeutlicht den Wandel von technisch ambitionierten Entwicklungen hin zu Waffen, die ausschließlich im Rahmen von Selbstopferangriffen eingesetzt werden konnten.
Für Modellbauer besitzt die Ohka trotz ihrer geringen Größe einen hohen historischen Reiz. Charakteristisch sind die kompakte, stromlinienförmige Zelle, die kurzen Tragflächen, die markante Bugsektion mit dem großen Sprengkopf sowie die drei Raketenmotoren im Heck. Besonders eindrucksvoll wirkt das Fluggerät in einem Diorama zusammen mit einem Trägerflugzeug des Typs Mitsubishi G4M oder auf einem Transportwagen am Boden.
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