10.5 cm leFH 18/4 auf G.W. Lrs(f) w/SSy45 flatcar
ZIMI35077
ZIMI Model
1:35
2-in-1
- Maßstab 1:35
- 1 Panzer und 1 Eisenbahnwaggon
- ohne Figur(en)
- nicht gebaut, nicht bemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Die 10,5 cm leFH 18/4 auf Geschützwagen Lorraine Schlepper (f) (Becker) war eine deutsche Selbstfahrlafette des Zweiten Weltkriegs, die aus erbeuteten französischen Lorraine-37L-Kettenschleppern umgebaut wurde. Die Umbauten erfolgten unter der Leitung des Ingenieurs Alfred Becker, der zahlreiche Beutefahrzeuge für den Einsatz in der Wehrmacht anpassen ließ. Auf das Fahrgestell wurde die bewährte 10,5-cm-leichte Feldhaubitze 18 montiert, wodurch eine mobile Artillerieplattform entstand.
Der Umbau sollte die Beweglichkeit der Artillerie erhöhen und den Panzer- und Infanterieverbänden eine unmittelbare Feuerunterstützung ermöglichen. Hierfür wurde der ursprüngliche Aufbau des Lorraine-Schleppers entfernt und durch einen nach oben offenen Kampfraum ersetzt, in dem die Haubitze samt Bedienmannschaft untergebracht war. Die Selbstfahrlafette konnte Spreng-, Nebel- und andere Artilleriemunition verschießen und sowohl indirektes Feuer auf größere Entfernungen als auch direkte Feuerunterstützung leisten.
Die Fahrzeuge wurden vor allem in Frankreich stationierten Einheiten zugeteilt und kamen später bei den Kämpfen in der Normandie zum Einsatz. Dort unterstützten sie deutsche Truppen durch schnelle Stellungswechsel und flexible Artillerieeinsätze. Wie viele improvisierte Umbauten auf Beutefahrzeugen besaß die Selbstfahrlafette jedoch nur eine geringe Panzerung, und der offene Kampfraum bot der Besatzung lediglich begrenzten Schutz gegen Beschuss und Splitter.
Insgesamt stellte die 10,5 cm leFH 18/4 auf Geschützwagen Lorraine Schlepper eine zweckmäßige und vergleichsweise kostengünstige Lösung dar, um vorhandene Beutefahrzeuge weiterzuverwerten und die mobile Artillerie der Wehrmacht zu verstärken. Sie gehört zu den bekanntesten von Alfred Becker entwickelten Umbaufahrzeugen und verdeutlicht die deutsche Praxis, erbeutetes Material für eigene militärische Zwecke anzupassen und weiterzuverwenden.
50 Tonnen Typ SSy45 Schwerer Plattformwagen
Der Typ SSy45 Schwerer Plattformwagen war ein vierachsiger deutscher Schwerlast-Flachwagen, der während des Zweiten Weltkriegs für den Transport besonders schwerer militärischer und ziviler Güter eingesetzt wurde. Dank seiner robusten Stahlkonstruktion und hohen Tragfähigkeit eignete er sich insbesondere für den Transport von Kampfpanzern, Selbstfahrlafetten, schweren Geschützen sowie anderen großdimensionierten Fahrzeugen und Lasten. Die vier Achsen sorgten für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und ermöglichten den sicheren Transport schwerer Fracht über lange Strecken. Im militärischen Einsatz spielte der SSy45 eine wichtige Rolle bei der Verlegung von Panzerverbänden und schwerem Gerät zwischen verschiedenen Frontabschnitten. Nach Kriegsende blieb ein Teil der Wagen im Einsatz und wurde von europäischen Eisenbahngesellschaften weiterhin für Schwertransporte genutzt. Aufgrund seiner hohen Belastbarkeit und Vielseitigkeit zählt der SSy45 zu den bekanntesten deutschen Schwerlast-Güterwagen seiner Zeit.
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