- Maßstab 1:35
- inkl. Inneneinrichtung
- Klarsicht- und Fotoätzteile enthalten
- Die Türen können offen oder geschlossen dargestellt werden
- 4 Markierungsoptionen
- Die Räder sind beweglich
- Die Vorderräder können eingeschlagen montiert werden
- ungebaut, unbemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Der Hanomag SS 100 besaß einen robusten Leiterrahmen und wurde von einem wassergekühlten Sechszylinder-Dieselmotor des Typs Hanomag D 85 S mit 8,55 Litern Hubraum und 100 PS angetrieben. Die Kraftübertragung erfolgte über ein Vierganggetriebe mit zusätzlichem Untersetzungsgetriebe, wodurch insgesamt acht Vorwärtsgänge zur Verfügung standen. Mit einem Eigengewicht von rund 6,8 Tonnen erreichte die Zugmaschine – je nach Getriebeausführung – eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 35 bis 45 km/h. Ihre größte Stärke war jedoch die enorme Zugleistung: Auf befestigten Straßen konnte der SS 100 Anhängelasten von bis zu 20 Tonnen bewegen und gehörte damit zu den leistungsfähigsten Straßenzugmaschinen seiner Zeit. Druckluftbremsen für Zugfahrzeug und Anhänger sowie eine optional erhältliche Seilwinde erweiterten das Einsatzspektrum zusätzlich.
Während des Zweiten Weltkriegs fand der Hanomag SS 100 in nahezu allen Teilstreitkräften Verwendung. Bei der Luftwaffe diente er vor allem als Flugzeugschlepper für schwere Bomber wie die Heinkel He 177, die Junkers Ju 88 oder die Messerschmitt Me 323 sowie zum Transport von Bomben- und Kraftstoffanhängern. Das Heer setzte ihn zum Ziehen schwerer Artilleriegeschütze, Sonderanhänger und Brückengeräte ein. Darüber hinaus spielte der SS 100 eine bedeutende Rolle beim Transport der V2-Rakete, indem er gemeinsam mit speziellen Meillerwagen die empfindlichen Raketen zwischen Fertigungsstätten, Depots und Abschussstellungen bewegte. Seine hohe Zuverlässigkeit und enorme Zugkraft machten ihn für diese anspruchsvollen Aufgaben unverzichtbar.
Der Hanomag SS 100 genießt bis heute einen hervorragenden Ruf unter Historikern und Technikliebhabern. Seine markante Motorhaube, die weit nach vorn gezogene Fahrerkabine und die kräftigen Kotflügel verleihen ihm ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten gehörte er zu den bekanntesten deutschen Zugmaschinen des Zweiten Weltkriegs und ist heute auf zahlreichen historischen Fotografien, in Museen sowie auf Oldtimerveranstaltungen zu sehen.
Für Modellbauer zählt der „Gigant“ zu den besonders reizvollen Zugmaschinen, da er sich mit einer Vielzahl von Anhängern, Geschützen, Flugzeugen oder V2-Transportern zu authentischen Dioramen kombinieren lässt.
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