- Maßstab 1:35
- Fotoätzteile enthalten
- 6 Figuren (Dragon 6275)
- in Feuerstellung baubar
- Ausleger beweglich
- verschiedene Munitionskisten/-container
- verschiedene Munitionsarten
- Entfernungsmesser R36 samt Transportbehälter inkludiert
- Sonderanhänger 202 nicht enthalten
- 3 Bemalungsvorschläge
- nicht gebaut, nicht bemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Die Waffe verschoss eine stärkere 88-mm-Patrone und erreichte Mündungsgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 m/s. Dadurch konnte sie Ziele in Höhen von bis zu etwa 14.700 Metern bekämpfen und galt als äußerst wirksam gegen schwere Bomberverbände. Charakteristisch war das sehr lange Rohr mit mehrteiliger Rohrkonstruktion, jedoch ohne die typische Mündungsbremse späterer deutscher Panzerabwehrkanonen wie der Pak 43.
Obwohl die Flak 41 ursprünglich als schwere Flugabwehrkanone konzipiert worden war, wurde sie wegen ihrer enormen Durchschlagskraft auch im Erdkampf eingesetzt. Besonders gegen Panzer erwies sich die Waffe als äußerst wirkungsvoll. Zeitgenössische Quellen beschreiben Einsätze gegen gepanzerte Ziele auf Entfernungen zwischen etwa 600 und 1.500 Metern. Die hohe Geschwindigkeit der panzerbrechenden Munition machte die Flak 41 zu einer gefährlichen Panzerabwehrwaffe, auch wenn diese Rolle ursprünglich nicht im Vordergrund stand.
Die ersten Flak-41-Geschütze wurden auf persönliche Anweisung Hitlers nach Nordafrika geschickt, um die dortigen deutschen Verbände zu verstärken. Ein Teil der Waffen ging jedoch bereits beim Transport über das Mittelmeer verloren. Die tatsächlich eingesetzten Geschütze litten unter den schwierigen Wüstenbedingungen; insbesondere Sand und Hitze führten zu Störungen bei der Munitionszuführung und beim Auswerfen der Hülsen. Wegen dieser technischen Probleme wurden viele der in Nordafrika eingesetzten Geschütze später wieder nach Deutschland zurückgeführt.
Trotz ihrer beeindruckenden Leistungsdaten galt die Flak 41 insgesamt als kompliziert und störanfällig. Vor allem die aufwendige Mechanik und Probleme beim Hülsenauswurf erschwerten den Fronteinsatz erheblich. Die Produktion verlief daher langsamer als geplant, sodass die ältere Flak 36 weiterhin den Großteil der deutschen schweren Flugabwehr stellte. Insgesamt wurden nur etwas mehr als 500 Exemplare gefertigt.
Eingesetzt wurde die 8,8 cm Flak 41 sowohl in der Reichsluftverteidigung als auch an verschiedenen Frontabschnitten des Krieges. Neben ihrer Rolle gegen alliierte Bomber kam sie vereinzelt auch im direkten Erdkampf gegen Panzerverbände zum Einsatz. Wegen ihrer hohen Feuerkraft und der markanten Erscheinung gilt die Flak 41 heute als technischer Höhepunkt der deutschen 88-mm-Flakentwicklung des Zweiten Weltkriegs.
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