- Kadett K38 Saloon (leider nicht mehr einzeln erhältlich ICM35478)
- Maße LxH (gebaut): 111 x 43 mm
- 143 Teile
- 4 Markierungsoptionen
- Kapitan Saloon (leider nicht mehr einzeln erhältlich ICM35475)
- Maße LxH (gebaut): 132 x 47 mm
- 147 Teile
- 4 Markierungsoptionen
- Admiral Saloon (leider nicht mehr einzeln erhältlich ICM35472)
- Maße LxH (gebaut): 150 x 46 mm
- 184 Teile
- 4 Markierungsoptionen
- Maßstab 1:35
- ungebaut, unbemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Der Opel Kadett K38 war ein deutscher Kleinwagen, der von 1937 bis 1940 von der Adam Opel AG hergestellt wurde. Er stellte eine Weiterentwicklung des ersten Kadett-Modells dar und profitierte von modernen Konstruktionsmerkmalen, insbesondere der selbsttragenden Ganzstahlkarosserie, die zu dieser Zeit noch als fortschrittlich galt. Mit seinem 1,1-Liter-Vierzylindermotor leistete der Wagen 23 PS und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 100 km/h. Dank seines geringen Kraftstoffverbrauchs, seiner einfachen Technik und seiner Zuverlässigkeit erfreute sich der Kadett großer Beliebtheit.
Optisch zeichnete sich der K38 durch eine moderne, stromlinienbeeinflusste Formgebung aus. Die Scheinwerfer waren in die Kotflügel integriert, die Karosserie wirkte glatt und zeitgemäß, und die Frontpartie orientierte sich stilistisch am größeren Opel Olympia. Der Kadett wurde als zwei- und viertürige Limousine sowie als Cabrio-Limousine angeboten. Eine höherwertige Ausstattungsvariante wurde unter der Bezeichnung „Kadett Spezial“ verkauft.
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden viele Fahrzeuge von staatlichen Stellen und der Wehrmacht übernommen. Der Kadett K38 fand vor allem als Kurier-, Verbindungs- und Dienstwagen Verwendung. Aufgrund seiner kompakten Abmessungen und seiner Wirtschaftlichkeit eignete er sich besonders für Verwaltungsaufgaben und den Einsatz im rückwärtigen Bereich. Gleichzeitig blieb er eines der häufigsten zivilen Fahrzeuge auf deutschen Straßen der späten 1930er Jahre.
Die Produktion des Kadett K38 endete 1940, als die Opel-Werke auf die Herstellung kriegswichtiger Güter umgestellt wurden. Nach dem Krieg gelangten die Fertigungsanlagen und Konstruktionsunterlagen als Reparationsleistung in die Sowjetunion. Dort dienten sie als Grundlage für den Moskwitsch 400, der dem Kadett technisch und äußerlich weitgehend entsprach. Der Opel Kadett K38 nimmt damit nicht nur in der Geschichte des deutschen Automobilbaus, sondern auch in der Entwicklung der sowjetischen Automobilindustrie einen besonderen Platz ein.
Opel Kapitän
Der Opel Kapitän war ein Wagen der oberen Mittelklasse, den die Adam Opel AG ab 1938 als Nachfolger des Opel Super 6 produzierte. Das Fahrzeug gehörte zu den größten und repräsentativsten Personenwagen im damaligen Opel-Programm und verband moderne amerikanisch beeinflusste Karosserieformen mit solider deutscher Technik. Sein Name sollte die gehobene Stellung des Modells innerhalb der Opel-Palette unterstreichen.
Angetrieben wurde der Kapitän von einem Sechszylinder-Reihenmotor mit einem Hubraum von 2,5 Litern und einer Leistung von 55 PS. Damit erreichte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 125 bis 130 km/h, was für die späten 1930er Jahre ein beachtlicher Wert war. Die selbsttragende Ganzstahlkarosserie bot Platz für fünf bis sechs Personen und sorgte für ein komfortables Fahrverhalten.
Äußerlich fiel der Opel Kapitän durch seine großzügigen Abmessungen, die geschwungenen Kotflügel, die lange Motorhaube und die moderne, stromlinienbeeinflusste Linienführung auf. Die Karosserie orientierte sich deutlich an zeitgenössischen amerikanischen Fahrzeugen, wie sie durch die Verbindung Opels zum US-amerikanischen Konzern General Motors beeinflusst wurden. Angeboten wurde der Kapitän hauptsächlich als vier- bzw. zweitürige Limousine sowie in wenigen Sonderausführungen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden zahlreiche Opel Kapitän von staatlichen Dienststellen, Behörden und der Wehrmacht genutzt. Aufgrund seiner Größe, seines komfortablen Innenraums und seines leistungsstarken Motors eignete er sich besonders als Stabs-, Kommandeurs- und Dienstfahrzeug. Häufig war er bei höheren militärischen und zivilen Dienststellen anzutreffen, sowohl im Deutschen Reich als auch in den besetzten Gebieten.
Die zivile Produktion wurde kriegsbedingt bereits 1940 eingestellt. Nach dem Ende des Krieges nahm Opel die Fertigung des Kapitäns wieder auf, da das Modell vergleichsweise geringe Kriegsschäden an seinen Produktionsanlagen überstanden hatte. In den Nachkriegsjahren entwickelte sich der Kapitän zu einem der bekanntesten deutschen Oberklassewagen und blieb über mehrere Generationen hinweg ein wichtiger Bestandteil des Opel-Programms.
Der Vorkriegs-Kapitän gilt heute als eines der charakteristischen deutschen Sechszylinderfahrzeuge der späten 1930er Jahre und steht exemplarisch für den Übergang vom klassischen Automobildesign der Zwischenkriegszeit zu den moderneren Karosserieformen, die die Nachkriegsjahre prägen sollten.
Opel Admiral
Der Opel Admiral war das Spitzenmodell der Adam Opel AG in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg. Er wurde von 1937 bis 1939 produziert und war oberhalb des Opel Kapitän positioniert. Mit seinen großzügigen Abmessungen, dem leistungsstarken Sechszylindermotor und seiner repräsentativen Erscheinung gehörte er zu den bedeutendsten deutschen Oberklassewagen der späten 1930er Jahre.
Angetrieben wurde der Admiral von einem 3,6-Liter-Reihensechszylindermotor mit rund 75 PS. Diese Leistung ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 130 bis 135 km/h, was ihn zu einem der schnellsten deutschen Serienwagen seiner Fahrzeugklasse machte. Das Fahrwerk war auf hohen Reisekomfort ausgelegt und entsprach den Anforderungen langer Dienst- und Geschäftsfahrten.
Die Gestaltung des Fahrzeugs war deutlich von amerikanischen Automobilen beeinflusst. Die lange Motorhaube, die breite Frontpartie, die geschwungenen Kotflügel und die großzügige Karosserie verliehen dem Admiral ein repräsentatives Erscheinungsbild. Dieser Einfluss war nicht überraschend, da Opel seit 1929 zum amerikanischen General-Motors-Konzern gehörte. Der Wagen wurde als vier- und zweitürige Limousine angeboten; darüber hinaus entstanden einige Sonderkarosserien durch spezialisierte Karosseriebauer.
Der Opel Admiral richtete sich vor allem an wohlhabende Privatkunden, Unternehmen und staatliche Stellen. Aufgrund seines Prestiges wurde er auch von Behörden, hohen Beamten und führenden Persönlichkeiten genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden zahlreiche Fahrzeuge von militärischen und zivilen Dienststellen übernommen und als Stabs- und Repräsentationsfahrzeuge eingesetzt. Besonders bei höheren Kommandobehörden und Verwaltungseinrichtungen war der Admiral anzutreffen.
Mit Kriegsbeginn ging die Nachfrage nach luxuriösen Personenwagen stark zurück, und die Produktion des Admiral endete bereits 1939. Insgesamt wurden nur etwas mehr als 6.000 Fahrzeuge hergestellt, was ihn deutlich seltener machte als den Opel Kapitän. Nach dem Krieg wurde die Vorkriegsbaureihe nicht wieder aufgelegt. Erst 1964 erschien erneut ein Fahrzeug mit dem Namen Opel Admiral, das jedoch eine völlig neue Konstruktion darstellte.
Der Vorkriegs-Admiral gilt heute als eines der repräsentativsten deutschen Oberklassefahrzeuge seiner Epoche. Er vereinte moderne Technik, hohen Fahrkomfort und eine für die damalige Zeit beeindruckende Leistung und verkörperte den Anspruch Opels, auch im Luxussegment mit etablierten deutschen Herstellern konkurrieren zu können.
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