Last Marauder (Martin B-26G)
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Im April 1945, als sich der Zweite Weltkrieg in Europa seinem Ende zuneigte, ereignete sich in den Martin-Werken in Middle River ein historischer Moment: Der letzte Bomber des Typs B-26G aus der legendären Marauder-Baureihe (Seriennummer 44-68254) lief vom Band. Symbolträchtig erhielt das Flugzeug den Namen „Tail End Charlie“ – ein Begriff aus dem Pilotenjargon, der „den Letzten in der Formation“ bezeichnet.
Das Flugzeug absolvierte seinen Erstflug am 18. April 1945 und bildete fortan ein symbolisches Bindeglied zwischen dem Beginn und dem Ende der Produktionsgeschichte der Marauder. Gesteuert wurde es von Testpilot Pat Tibbs, während der Sitz des Copiloten von Ken Abel eingenommen wurde – dem Chefkonstrukteur des Unternehmens, der bereits fünf Jahre zuvor am Erstflug der ersten serienmäßigen B-26 teilgenommen hatte. Damit avancierte Abel zu einem der wenigen Piloten, die sowohl das erste als auch das letzte Exemplar einer Baureihe geflogen haben, die insgesamt 5266 Maschinen umfasste.
Die letzte Marauder kam nie in den Kampfeinsatz. Am 10. Mai 1945 – nur zwei Tage nach der deutschen Kapitulation – wurde das Flugzeug offiziell an die französische Luftwaffe (Armée de l’Air) übergeben.
Da die aktiven Kampfhandlungen in Europa zu diesem Zeitpunkt bereits eingestellt waren, wurde die Maschine dem Testzentrum CEAM auf dem Luftwaffenstützpunkt Mont-de-Marsan zugewiesen.
Im Dienst der französischen Luftwaffe wurde „Tail End Charlie“ fast vier Jahre lang für technische Erprobungsflüge sowie für Transportaufgaben eingesetzt. Archivalischen Aufzeichnungen zufolge endete die Dienstzeit der letzten B-26 Marauder im April 1949, als das Flugzeug offiziell ausgemustert wurde.
Plastikmodellbausatz
- detailliertes Cockpit und Inneneinrichtung
ungebaut / unbemalt
Farbe und Klebstoff nicht enthalten
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