IJA Medium Tank Type 3 CHI-NU long-barreled vers.
FM-MR06
Fine Molds
1:35
- Maßstab 1:35
- Maße LxBxH (gebaut): 211 x 67 x 76 mm
- Segmentketten
- Kanone umfasst eine detaillierte Nachbildung des Verschlussblocks
- fiktive Markierungsoptionen
- ungebaut, unbemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Der Chi-Nu basierte auf dem bewährten Fahrgestell des Typ 1 Chi-He, erhielt jedoch einen vollständig neu konstruierten, größeren Sechseckturm. Dessen markantestes Merkmal war die lange 75-mm-Typ-3-Kanone mit ihrer auffälligen Rohrlänge, die dem Panzer sein charakteristisches Erscheinungsbild verlieh. Die Kanone war aus der Typ-90-Feldkanone entwickelt worden und besaß eine deutlich höhere Mündungsgeschwindigkeit als frühere japanische Panzergeschütze. Dadurch konnte sie auf üblichen Kampfentfernungen die Frontpanzerung vieler alliierter mittlerer Panzer durchschlagen und stellte einen erheblichen Fortschritt gegenüber der 47-mm-Kanone des Chi-He dar. Ergänzt wurde die Bewaffnung durch zwei 7,7-mm-Maschinengewehre.
Angetrieben wurde der etwa 18,8 Tonnen schwere Panzer von einem luftgekühlten Mitsubishi-V12-Dieselmotor mit rund 240 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 39 km/h ermöglichte. Die Frontpanzerung wurde gegenüber früheren japanischen Panzern verstärkt und erreichte am Turm bis zu 50 mm. Dennoch blieb der Schutz hinter den Standards moderner alliierter und deutscher Kampfpanzer zurück, weshalb Beweglichkeit und geschickte Geländenutzung weiterhin eine wichtige Rolle in der japanischen Einsatzdoktrin spielten.
Um bei Feuergefechten auf große Distanz einen Vorteil zu erlangen, sah der Plan die Montage der leistungsstarken 75-mm-Panzerkanone Typ 5 vor, was eine Überarbeitung der Geschützaufhängung erforderlich machte.
Obwohl der Typ 3 Chi-Nu als modernster japanischer Serienpanzer galt, kam er nicht mehr in Kampfhandlungen zum Einsatz. Sämtliche verfügbaren Fahrzeuge wurden zur Verteidigung der japanischen Hauptinseln zurückgehalten, um einer erwarteten alliierten Invasion entgegenzutreten. Mit der Kapitulation Japans im August 1945 endete das Programm, ohne dass der Panzer seine Leistungsfähigkeit unter Gefechtsbedingungen unter Beweis stellen konnte.
Für Modellbauer zählt der Typ 3 Chi-Nu mit seiner langen 75-mm-Kanone zu den markantesten japanischen Panzern des Zweiten Weltkriegs. Der große, kantige Turm, das weit über die Wannenfront hinausragende Kanonenrohr und das bewährte Laufwerk des Chi-He verleihen dem Fahrzeug eine kraftvolle Erscheinung. Zusammen mit der typischen olivgrünen oder dreifarbigen Tarnlackierung der späten Kriegsjahre bietet der Chi-Nu zahlreiche Möglichkeiten für realistische Alterungseffekte und stellt ein besonders attraktives Vorbild für Fahrzeugmodelle und Dioramen dar.
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