Fairey Gannet AS.1/AS.4 Export Schemes
AIR11007A
AIRFIX
1:48
- Maßstab 1:48
- Maße (gebaut): Länge: 290 mm / Flügelspannweite: 344 mm
- 334 Teile
- 3 Bemalungsoptionen
- ungebaut, unbemalt
- Farbe und Klebstoff nicht enthalten
Die Fairey Gannet AS.1 und AS.4 waren trägergestützte U-Jagdflugzeuge der britischen Marineflieger und gehörten zu den markantesten Militärflugzeugen der Nachkriegszeit. Entwickelt von Fairey Aviation, absolvierte die Gannet ihren Erstflug im Jahr 1949 und wurde ab 1953 bei der Royal Navy in Dienst gestellt. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Suche und Bekämpfung von U-Booten, wobei sie als eines der ersten Flugzeuge der Royal Navy sowohl Aufklärungs- als auch Angriffsaufgaben in einem einzigen Muster vereinte.
Charakteristisch für die Gannet waren ihre ungewöhnliche Erscheinung mit doppeltem Seitenleitwerk, die hintereinander angeordneten drei Cockpitplätze für die Besatzung sowie die faltbaren Tragflächen, die den Einsatz auf Flugzeugträgern erleichterten. Angetrieben wurde sie von einem Armstrong Siddeley Double Mamba-Turboproptriebwerk mit zwei gekoppelten Triebwerkseinheiten und gegenläufigen Propellern. Dieses innovative Antriebssystem ermöglichte es, während längerer Patrouillenflüge eine Triebwerkseinheit abzuschalten, um Treibstoff zu sparen und die Einsatzdauer zu erhöhen.
Die AS.1 war die erste Serienversion der Gannet. Sie verfügte über moderne Sensoren zur U-Boot-Suche sowie einen internen Waffenschacht für Torpedos, Wasserbomben und andere U-Jagdwaffen. Mit einer Besatzung von drei Mann erreichte sie eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 500 km/h und bewährte sich im Einsatz auf den Flugzeugträgern der Royal Navy.
Die später eingeführte AS.4 stellte eine Weiterentwicklung der AS.1 dar. Sie erhielt leistungsstärkere Triebwerke, modernisierte Avionik und verbesserte Ausrüstung für die U-Boot-Jagd. Äußerlich unterschied sie sich nur wenig von ihrer Vorgängerin, bot jedoch eine gesteigerte Einsatzfähigkeit. Neben dem Einsatz bei der Royal Navy wurde die AS.4 auch von anderen Marinen genutzt, darunter die australischen Seestreitkräfte und die deutsche Bundesmarine.
Bei der Bundesmarine wurde die Fairey Gannet AS.4 ab 1958 eingesetzt. Die Flugzeuge dienten vor allem zur U-Boot-Abwehr über Nord- und Ostsee und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Aufbau der deutschen Marinefliegerkräfte in der frühen Phase des Kalten Krieges. Mitte der 1960er Jahre wurden sie durch modernere Muster ersetzt.
Insgesamt blieb die Fairey Gannet aufgrund ihres ungewöhnlichen Erscheinungsbildes, ihres innovativen Antriebssystems und ihrer bedeutenden Rolle in der maritimen Luftkriegsführung eines der bemerkenswertesten britischen Marineflugzeuge der 1950er und 1960er Jahre.
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